Museumsbesuch "Kunstpalast"

Die Führung im Museum „Kunstpalast“ zum Thema „Individualität im Portrait“ begann leider eine halbe Stunde verspätet. Doch zu Beginn der Führung konnten wir Portraits von Rembrandt van Rijn, Max Beckmann und Otto Dix im wahrsten Sinne des Wortes unter die Lupe nehmen. Die Fragen der Leiterin zu den Portraits waren bedauerlicherweise nicht immer auf unser Wissen angepasst und nicht ganz eindeutig formuliert. So zeigte sich das Gespräch im Seminarraum eher einseitig.
Nach der Besprechung der Graphiken sollten wir in einer praktischen Arbeit anhand einer Plastik individuelle Merkmale in Form eines Portraits festhalten.

Anschließend gingen wir zum „K20“. Zuerst besuchten wir die Ausstellung von Andreas Gursky. Die Fotografien wurden in einem sehr großen Raum, begleitet von leisen Musikelementen präsentiert. Insbesondere das Werk „Rückblick“ betrachteten wir näher. Dazu gab es eine kleine Aufgabe zum Thema „Nähe und Distanz“.


Nachher durften wir auf eigenen Wegen das Museum erkunden und uns Fotografien und gezeichnete und gemalte Bilder ansehen. Insbesondere sollten wir den Blick schärfen für die Werke Picassos und Richters.

Unser letzter Halt war das „K21“. Dort waren über drei Etagen in jedem Raum Installationen angebracht. Hinter jeder Tür befand sich eine weitere beeindruckende Installation.
Faszinierend war ein Raum der Künstlerin Chiharu Shiota, der vollkommen mit schwarzen Fäden ausgestattet war. In diesen Fäden hingen vereinzelt weiße Blätter, die einerseits einen Kontrast zu den Fäden schafften andererseits das Gefühl vermittelten sich in den Gedanken einer anderen Person zu befinden.
Etwas verstörend wirkte „El Caso“ von Christian Boltanski. Einen bleibenden Eindruck hinterließ auch ein dunkler Raum, in dem ein Video in Zeitlupe abgespielt wurde, in dem man die sehr gegensätzlichen Gefühlzustände und Gesichtsausdrücke der verschiedenen Personen verstärkt wahrnehmen konnte.
Bei jedem von uns rief jeder neue Raum einen erneuten Wow-Effekt hervor. Die Erinnerung an diese Erfahrungen konnte man in Form von Postkarten mitnehmen, die es zu jeder Installation gab.

Wir finden, dass sich der Tag gelohnt hat, da es von Museum zu Museum interessanter wurde. So war die Führung und einige der gezeigten Kunstwerke im Museum Kunstpalast für uns zwar nichts Besonderes, jedoch konnte man viele verschiedene Zeichen- und Maltechniken sehen, und in den Museen K20 und K21 diejenigen Werke von Künstlern mal aus der Nähe betrachten, die wir bereits im Unterricht besprochen hatten. Aus anfänglicher Skepsis gegenüber den Museen wurde bei den meisten doch Spaß und Interesse. So waren die Museen ein erfolgreicher außerschulischer Lernort, für den wir alle eine längere Anreise in Kauf nahmen. Auch dass der Tag länger als ein gewöhnlicher Schultag wurde, war wohl zu verschmerzen bei der Reihe an Erlebnissen.

Sarah Blühe, Maida Sinanovic, Christoph Metz, Stephan Metz für den Kunstkurs